Modellbau  Jürgense

    Ybbser Straßenbahn in H0e und  andere Spur-0e und -0m-Modelle

    Seite 15: Die 3. H0-Anlage

                 Neu ab März 2020: die dritte H0-Anlage

                                 Inhaltsangabe Seite 15:

Pos.  1:  Eine Einführung zur 3. H0-Anlage

Pos   2:  Teil 1 von 2007 bis 2020

     Pos.  1:  Eine Einführung zur 3. H0-Anlage:

Aller Anfang ist schwer, deshalb schob sich das Thema "H0-Anlagen" so vor sich her und kam nicht so richtig in Schwung. Es gab ja auch genug spannende Hobbystunden, die nicht überfrachtet werden durften durch ablenkende  Ideen. Ja und dann? ...sitzt man am PC und öffnet Fotoordner, angelegt ab ca.1998, kramt aus Fotokisten uralte, dateifreie Bilder hervor und erblickt Schätze in ungeahnter Fülle. Zeitsprünge aus dem Stand heraus von 30, 40, 50 und 60 Jahren (mein Alter 80 in 2020) vollziehen sich schneller vor und zurück als in jedem Science-Fiction-Roman.

Auch Fotos von sich selbst sind höchst "erschröckelig" und belustigend zugleich. Donnerwetter, da bin ich aber in ein großartiges Loch gefallen.

Über drei H0-Anlagen gilt es zu berichten.

Die erste kennen Sie von Seite 10 "Mit H0-Märklin fing es an".

Die zweite entstand in der Zeit von 1971 bis 1978 in einem vom 2. Weltkrieg verschont gebliebenen 4-stöckigen Jugendstilhaus mit einem Flur von gut 9 m Länge und einer Deckenhöhe von knapp 4 m.......

Die dritte und letzte H0-Anlage entstand ab 1979 in einem erworbenen teilrestaurierten Bauernhaus von 1860. Das alte Haus brauchte viel Zuwendung, auch von Freunden bei Großaktionen. Ein Zweithobby war entstanden, das mir bis heute treu blieb wie die Modelleisenbahn. Ein Drittes gleichgewichtiges gesellte sich dazu, ein historisches Thema aus dem Mittelalter über ein Grafengeschlecht aus unserem Dorf.

Zwei oder drei Fotos werden folgen und vermitteln eine Vorstellung von den damaligen Aufgaben der Hausrenauvierung. Und dabei fällt mir ein, dass es eine vierte Anlage gibt, eine Spur-N-Anlage für die Töchter meines Bruders. Eine offene, überschaubare 2,8 mal 0,8 m große Anlage auf zwei Ebenen für Äk`schen (Aktion) mit vier Zügen auf genauso vielen unabhängigen Stromkreisen, die bei 12 Volt mit voller Pulle über die Gleise jagten. Geregelt wurde nicht am Trafo (nur Notaus). Die Kinder hatten Stellung bezogen an manuell zu bedienenden strategisch wichtigen Weichenpaaren und lenkten auf Sicht die "wilden Züge im Eisenbahnkessel" mit "fliegenden Gleiswechseln" von einem Stromkreis.zum anderen und zurück. Je höher der Kreischpegel der Energiebündel (Kinder), um so größer die Wahrscheinlichkeit einer nicht mehr abwendbaren Massenkarambolage. Aber Übung macht den Meister. Leider, kann man sagen.  Es ist wie bei der Seniorengymnastik in der Sporthalle: konnte man die Übung, sollte eine neue her. Bei den Kindern war es gemauso: Nachdem diese alle Möglichkeiten ausgekundschaftet hatten, wurde es für die kleinen Köpfe langweilig und die Anlage versank fast 40 Jahre lang in einen Dornröschenschlaf. Es gibt den Gleisplan noch, die offene Anlage und einen kurzen Film dazu.

                           Die dritte H0-Anlage

               Teil 1 von 2007 bis 2020

Die 3. H0-Anlage sollte leise sein, Oberleitungsbetrieb andeuten, ein Bahnhofsvorfeld mit Blocksignalen ohne Funktion darstellen, mindestens vier Züge unabhängig fahren lassen, gerade Tunnelein- und Ausfahrten für maßstäblich lange D-Zugwagen haben, Aufbau und Betrieb mir nicht unnötig Zeit stehlen, digital Sx ermöglichen und das Wichtigste: Eisenbahnatmosphäre ausstrahlen ohne Schotter, Sand und Gras.

Das Erste war am wichtigsten: Leiser Betrieb heißt Verzicht auf jede Art von Einschotterung mit nässenden Klebern. Loser Schotter und Sand stören hingegen nicht, kam aber nicht auf die Anlage. Am Anfang waren es nur vier ovale Kreise. Die schlanken Roco-Weichen gab es erst später und da entwickelte sich schon vermehrt Interesse an Spur 0e (siehe Seite 08)

Dunkelgrauer lose aufliegender Nadelfilz (4 bis 6 mm dick) war es hier, der nur das Rollgeräusch vom Gleis reflektierte und jede Resonanz zum Unterbau unterband. "Genagelt" wurden die Gleise mit gekürzten Nägeln nur in den Filz. Punktuell wird der Filz mit doppelseitigem Klebeband auf dem Unterbau gehalten mit Abstand zur Geräuschquelle Gleisschwellen. Wenn Sie der viele Text nicht genervt hat und mehr wissen möchten, dann kommen Sie mit und schauen mal, ob was dabei ist, was Sie fasziniert.

Unter der Dachschrägen ist der vorgesehene Platz.für die 3. H0-Anlage. Auf Seite 04 "0e/0m-Anlage Badeweiler" sind Fotos dabei, die die Anlage wiederholt zeigen. Es gibt einen Kriechweg, um unter die Dachschräge zur Anlagenmitte zu gelangen. Aber erst mal die folgenden Fotos angucken.


Bild  01: Stand 2019/2020.  Das Geländer vorne umfasst den Deckendurchgang. Das schwarze Sideboard im Blickfeld  hat eine Höhe von 66 cm und trägt das vordere Anlagenbrett. Diese Sideboardhöhe war ideal für die optimale Anlagentiefe unter der Dachschrägen. Das Möbelstück konnte bleiben. Die Raumlänge vom Fenster links bis zur Wand rechts misst 3, 80 m. Zwischen den Tunnelöffnungen links und rechts liegen 2,3 m sichtbare Länge. Hinter den Tunnelportalen geht es entsprechend der ca. 30 cm langen D-Zugwagen geradeaus weiter, erst dann folgen die jeweils vier Gleisovale. Der Schreibtisch hinter dem Stuhl ist ein Türblatt.


Bild  02: 13 Jahre zurück. 2007 war die Spur 0 ein Thema geworden, wie die Fahrzeuge oben auf dem extra unter der Mittelfette angeschraubten Bord erkennen lassen. Alle H0-Gleise und Weichen waren zu dieser Zeit schon ausgelegt. Die Bahnbetriebswerke links und rechts sind bewusst in den Vordergrund gerückt. Hier gibt es immer was zu gucken und die Loks können ohne Störung des Restbetriebes von Bw zu Bw über die ganze Länge von 3,8 m bewegt und getestet werden.

Der Eingang zur Dachschrägen lässt sich auf dem Bild gut beschreiben: Das Sideboard endet am querliegenden Türblatt (Schreibtischplatte unter dem Fenster hinten) und lässt den Raum zur Fensterwand frei. Das ist der Durchlass zur Anlagenmitte. Auf allen Vieren kriechend unter die Schreibtischplatte nach rechts parallel zur Außenwand linker Hand und Sideboardende rechter Hand in Richtung Dachschräge vorrücken und nach dem Passieren der Sideboardrückwand nach rechts in Richtung Raummitte weiter tiefgeduckt vorstoßen. Nach ca. 1,5 m sitzt man auf dem Fußboden, hebt den Kopf und guckt in den Raum. Man kann Schienenputzen, seine bisherige Arbeit bewundern, hat den Regler und das Telefon mitgenommen, legt das Auge an den Anlagenrand und bringt den 24-Wagen-Güterzug auf der Innenbahn betriebsgerecht digital in Bewegung. Die Fotos dazu folgen ab Bild 15.

 

Bild  03:  Das wandseitige H0-Tunnelportal. Auf dem Spur-0-Brett oben, ist auf zwei parallelen, geraden Gleisen und vier Weichen Betrieb möglich.

Bild  04: Oben auf dem Bord liegen die Peco-Spur-0-Gleise noch heute. Für die Spur-0e-Anlage wurde das Bord bis zur Abschlusskante der H0-Anlage nach vorn erweitert. Sehr wichtig sind bei mehrgleisigen Tunnelöffnungen Trennwände, die hier durch den Fotoblitz besonders gut sichtbar sind. Das fünfte Tunnelportal links war für einen automatischen Pendelzugbetrieb mit Triebwagen vorgesehen, aber trotz der ausgelegten Gleise nicht realisiert. Es hätte ein Trassenbrett angebaut werden müssen und dass war dann doch zu stressig.

 

Bild  05:  Der Innenraum unter der Dachschrägen ist tiefschwarz gestrichen und wird hier schon gut sichtbar.

Bild  06: Die H0-Anlage bei Tageslicht im Febr. 2020.

Bild  07: Die Bilder 06 bis 11 sind vom Februar 2020. Über der H0-Anlage schwebt inzwischen das breite 0e-Brett, von unten weiß gestrichen. Das 0e-Brett liegt rechts auf dem früheren schmalen Spur-0-Brett (siehe Bild 04) und links auf einem durchgehenden Alu-Rechteckprofil, gestützt von zwei schwarzgestrichenen senkrecht stehenden Alu-Rohren, die mit Rohrschellen am Sidebord vorne eingeklemmt sind. Das Spur-0-Btett ist von unten schwarz gestrichen und bleibt unsichtbar durch den schwarz ausgemalten Innenraum.

 

Bild  08: Links hinten unter der Dachschrägen steht der IC aus früherer Zeit (Limawagen). Die hinteren 4 geraden Gleise unmittelbar unter der Dachschrägen waren Schattenbahnhof und Bahnhof xy zugleich. Zwischen den Hauptgleisen vorne wurde leicht verschwenkt, wie auf dem nächsten Bild noch besser erkennbar ist. Zwischen dem 3. und 4. Hauptgleis in Richtung Dachschrägen gesehen, ist der Abstand durch die sanften Bögen am Größten. Man sieht die hinteren Züge besser von der Seite..


Bild  09: Ein Bahnhofsvorfeld war die Idee. Alle Betriebssituationen waren möglich und sichtbar, automatisch und/oder manuell beeinflusst. Keine Bahnsteigüberdachung verbarg die rollenden und stehenden Züge. Der "Bahnhof" liegt hinten an der Wand und war für diese Anlage kein Thema. Gemessen an der Lage der Bw- und Abstellgleise liegt der imaginere Bahnhof in Richtung Fenster.

 

Bild  10: Beim zweigleisigen Vollmer Lokschuppen hinten rechts wurde der Gleisabstand verringert. Das vierte Gleis von rechts ist ein Stumpfgleis. Das fünfte Gleis ein Überholgleis für den Außenkreis ( 6. Gleis von rechts ). In Bildmitte sind die vier Tunnelöffnungen für die vier Hauptgleise zu sehen. Die fünfte Tiunnelöffnung ganz links war für einen Pendelverkehr von E-Tws gedacht, wurde aber nicht realisiert.

 

Bild  11: Das Gegenstück an der Fensterseite. Das Stellwerk hinten rechts verbirgt den Blick auf die fünfte und sechste Tunnelöffnung für den angedachten Pendelzugverkehr wie unter BIld 10 beschrieben.


Bild  12: Der Blick gilt dem drei-ständigen Dampflokschuppen. Und Sie wissen es ja, man miuss nur den Stuhl wegnehmen, um zur Morgengymnastik zu gelangen. Auf dem Fußboden liegt ein Handstaubsauger an der Wand.


Bild  13:  Ein dreiständiger Ringlokschuppen wurde rechteckig und passte sehr gut dort hin im Schreibtischbereich. Der Trafo liefert Strom für den einzigen Weichenmagnetantrieb, verdeckt durch das Tunnelgebilde. Über dem linken Modellbaum im Bw ist weißgestrichen die abschließende linke Rohrstütze für das 0e-Brett zu sehen. Die herunterhängenden Kabel gehören zur 0e-Drehscheibe oben drüber.

Bild  14: Dampfloks kann man immer angucken. Heute fahren sie ja leise, aber gaaanz früher waren die lauten Motorgeräusche nervig und "dampflokunverträglich".

 

Bild  15: In der eingenommenen Kriechposition ergeben sich neue Perspektiven. Das Foto zeigt die Situation von 2007 noch ohne das 0e-Brett, dass erst ab 2008 kam. Und jetzt wird gekrochen ohne zu stöhnen und landen gemäß dem folgendem Bild 16 vom Januar 2019 gut 12 Jahre später unter der gleichen Dachschrägen.


Bild  16: Sitzend auf dem Fußboden ergeben sich 2019 ganz neue Aussichten. Direkt über dem Kopf das alte Spur-0-Brett, von unten schwarz gestrichen und links daneben das vorgebaute Spur-0e-Brett, weiß gestrichen.

Bild  17: Durch die Überbelichtung wird der Raum unter der Dachschrägen gut sichtbar. Da, wo die Kartons lagern, sind wir von links kommend, reingekrochen.

Bild  18: Blick in den Raum. Hinten -unter der gegenüber liegenden Dachschrägen- ist die Trogstrecke der 0e-Rundumanlage über der Sofabank erkennbar.

Bild  19:  Der Blick in Richtung Wand. Hier zeigt sich auch, dass für den Pendelverkehr das Brett zu schmal war. Die Güterwagendächer wurden inzwischen mit Pinsel und Staubsauger vom Staub befreit. Gehört zum Hobby.

 

Bild  20:  Zuganfang und-ende vom IC sind gut erkennbar. Vier gekaufte parallele Gleiskreise sorgten für einen schnellen Aufbau an den Anlagenenden. Für den Digitalbetrieb gibt es innenseitig noch keine Anschlussdose, deshalb hängt das Kabel vom Handregler über dem Tunnelportal.

Fortsetzung folgt.                

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