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         0e-2-Achs-Triebwagen

                                            Neu in 2019:  -

            Neue abgeschlossene Seite mit 65 Bildern ab Juni 2018:

                       Textergänzung zum Bild 12 am 09. Juni.


Dieser zwei-achsige Triebwagen hat kein konkretes Vorbild. Er war mein Wunsch- und Einstiegsmodell zum Spur 0e-Freundeskreis.

Auf Seite 08 "Warum Spur 0e / 0m ?" wird deutlich, warum mit dem Fleischmann Magic-Train-( MT )-Programm ein Schmalspurbazillus einherging, der nicht nur die Bastler unter uns beeindruckend beflügelte.

Die einfache Zerlegung dieser Fleischmann-MT-Produkte dank der genialen Konstruktion in anregende Teilekomponenten führt den beseelten Mibanikus unweigerlich zum Basteltisch.

Wie der Triebwagen entstand und den Antriebswechsel vom Diesel- zum Elektromotor schaffte, liegt einige Zeit zurück. Aber an unseren langlebigen Kreationen hält sich der Zahn der Zeit respektvoll zurück und hinterlässt kaum ihre ach so wenig sympatischen Spuren.

Es sind die Bilder, die uns inspirieren. Scrollen Sie bitte mit der Maus, so Sie möchten. Wenn diese Seite anregend für Sie war, freue ich mich.


Bild 01:  Zwei MT-Wagenkästen müssen her. Der eine Wagenkasten liefert die beiden sich verjüngenden Stirnseiten wie oben angezeichnet. Diese werden dann später nach dem Aussägen der Stirnfenster und dem Zuschnitt und Abtrennen an den zweiten Wagenkasten angeklebt.

Die Eingangstür bleibt als Übergangstür an der Triebwagenfront erhalten. Zwei Fenster links und rechts von dieser Tür boten sich an. Mit der Laubsäge werden fenster und die Stege zwischen den Außenwänden und äußere Fensterahmen, sowie die mit Bleistift markierten Dreiecke im Wagenboden ausgesägt. Die Außenwand des Wagenkastens bleibt unbeschädigt. Von Innen wird mit der Messerfeile eine tiefe Kerbe senkrecht in die Plastikwand getrieben, um die Außenwand ohne große Mühe und mit deutlich sichtbarem Knick an den konisch verjüngten Wagenboden zu biegen und anzukleben.

Leider habe ich vom Kleben der Plattformen kein Foto. Da war ich zu sehr in Fahrt. Ich wollte den fertigen Kasten sehen.


Bild  02:  Die Fenstermaße sind frei gewählt.

 

Bild  03: Der fertige Kasten. Die kleinen weißen Polystyrolplättchen sind Klebeverstärkungen. Auf einer Glasplatte wurden die drei Teile planliegend zusammen geklebt.

Das angepasste Dach nutzt wie beim Original die Klippsvorrichtung im unveränderten Wagenkasten-Mittelteil.


Bild  04:  Beim rot-beigen Tw schließt das Dach bündig ab. Beim grünen Tw steht es über, was einfacher ist, da die Arbeit des Anpassens an die Dachrundung entfällt. Die Türspalte sind mit der Reißnadel eingeritzt. Die Stirnfenster eckig ausgefeilt.


Bild  05:  Hier wird deutlich, was man alles vom Originalwagen übernehmen kann.

 

Bild  06:  Die Bremsbacken sind den Rädern entsprechend platziert. Das Tillig- H0-Fahrwerk wurde um zwei Millimeter verlängert und so dem MT-Achsabstand angepasst.

Es geht aber auch anders herum. Aus dem MT-Rahmen werden zwei mm herausgeschnitten, die dreieckige Rahmenverstärkung vorher abgeschnitten.


Bild  07:  Die freigeschnittenen Bremsbacken ruhen auf einer Verlängerung zum Wagenboden hin und liegen in Radebene.


Bild 08: Türscharniere. Eine einfache Lösung.


Bild  09:  Die Verjüngung des Wagenkastens und der Ausschnitt für Motor und Schwungrad zeigen sich hier. Resonanzgeräusche über den Wagenkasten stoppt eine Lage Papier zwischen dem Motorblock und Wagenkasten. Es ist schön, wenn nur das Rollgeräusch ohne Motorgebrumm beim Fahren zu hören ist. Beim Antrieb sind vielfältige Lösungen möglich. Hier wird nur eine der vielen Möglichkeiten gezeigt. Der Tilllig-Antrieb kann Unterflur bleiben. Ein kleiner Ausschnitt im Wagenboden für Motor und Schwungrad ist nötig und schnell gemacht.


Bild  10:  Ein Blick von unten auf den H0-2-Achsantriebsblock von Fa. Tillig. Die angeschraubte Original MT-Kupplung wurden doch nicht genutzt und entfernt. Beim rotbeigen Tw sind die Achslagerblenden passend für ein Spur-0m-Fahrgestell weiter nach Außen gesetzt. Im Vordergrund rechts liegen die am Basteltisch entstandenen Dachlüfter aus Polystyrol und einem Textilstück als Gitterimitation. Ein flaches Bleistück auf eine mittelgrobe Feile gedrückt geht auch. Es gibt bestimmt noch andere Wege. 


Bild  11:  Der linke Tw hat die Tonner Mittelpuffer-Kupplung auf Höhe 12,5mm über Schienenoberkante (die Pufferteller fehlen noch) und rechts wird Original MT gekuppelt. Heute gibt es von Fa. Zeunert feinere Nachfolgekupplungen.


Bild 12: Der grüne Tw von Bild 11 wandelt sich. Die Lage der Lampen ist festgelegt. Die Fensterscheiben an der Stirnseite werden nicht hinterlegt. Dazu ist die Gehäusewand zu dick und zum Hinterfräsen fehlt mir das Werkzeug.

Die Fenster müssen einpepasst werden. Eine Nagelfeile hilft dabei.

Ganz wichtig: Vor dem Einkleben der Fenster die befeilten Ränder mit einem Filzstift schwärzen. Das vermeidet den inneren Spiegeleffekt der Fensterkanten, und damit den Brilleneffekt.  Das gilt auch für polierte Fensterkanten. Bitte mal ausprobieren.


Bild  13:  Fast fertig ist der grüne Tw von Bild 11. In purpurrot mit schwarzer Bauchbinde steht er in der Abendsonne. Dieses Farbkleid übernahm ich auch für den DWK-Triebwagen. Siehe Seite 07. Der schwarze Streifen ist eine Nassschiebelinie und war eine angenehme Arbeitserleichterung gegenüber einer aufwendigen Spritzlackierung.

 

Bild  14: Ohne Worte.


Bild  15: Das Übergangsblech vom Original-MT-Personenwagen wurde übernommen, vorher aber auf der Rückseite dünner geschliffen. Die kurze Pufferbohle ist in der Mitte geteilt und macht Platz für den in der Höhe verstellbaren Kupplungsschaft. Die Original Fleischmann Kupplung entfiel. Die Lampen erhielten einen weißen Polystyroleinsatz. Die Bohrung reicht für eine 1,8 mm große Glühlampe. Der Bremsschlauch ist von Fa. Henke, Berlin.

 

 Bild 16: Die Lampen sind ein Drehteil aus Aluminiumrohr.

 

Bild 17:  Ein Blick auf die Stromabnehmer. Messingschrauben mit aufgelöteten Bronzefederblechstreifen und vorher aufgedrehten Kontermuttern. Kontakt besteht an den Spurkranzinnenseiten.


Bild 18:  Der Decoder passte hier gut hin. Der Mittelpuffer ist schwenkbar hat aber noch keine Rückstellfeder. Die Lösung zeigt Bild 44 weiter unten.


Bild 19:  Nun ist alles dran. Der Dachüberstand an der Stirnseite besteht nicht mehr und schließt bündig ab mit der Vorderfront. Es sieht besser aus.


Bild 20:  Der H0-Motorblock von Fa. Tillig passt zur Spur 0e.


Bild  21:  Es fehlen Schienenräumer. Also doch noch nicht fertig.


Bild  22:  Im Einsatz auf der 0e-Anlage Badenweiler ( Seite 04 ). Die Glühlampen fehlen noch. Dennoch fährt der Tw zu meiner Freude und setzt wohl gerade um. Der vierachsige Anhänger links ist auch ein MT-Produkt vom Küchentisch. Mit verlängerter Plattform und Drehgestellen, geschnitzt aus zwei MT-Fahrgestellen.


Bild  23:  Man riecht ihn förmlich, diesen Eisenbahnwaggon.


Bild  24:  Auch ein Bild. Man mag es oder nicht.


Nun wenden wir uns dem rot-beigen Triebwagen zu, der auf der Ahrensburger St. Ormarns Eisenbahn ( Seite 08 ) die meisten Einsätze mit Dieselantrieb fuhr.


Bild  25:  Hier erreicht er gerade den Endbahnhof Voßloch und rollt langsam dem Bahnsteig zu. Die rot/weiße Zugsignalscheibe ist gerade noch erkennbar.


Bild 26:  Der Tw hat sein Ziel erreicht. Im Hintergrund links ist ein Teil des Bahnbetriebswerks zu sehen. Da fahren wir jetzt hin mit entsprechendem Rangieraufwand.


Bild 27:  Bahnhof und Bw-Gebäüde sind aus Karton gebaut.


Bild  28:  Mit der Ruhe war es schnell vorbei, als die Diesellok den Beiwagen aus der Werkstatt holte. Das selbst gebaute Führerhaus der Lok vereinigt zwei MT-Dieselloks zur Drehgestelllok. Ein Sx-Decoder treibt beide Motoren an.


Wagen wir nun einen Blick zurück. 2001 entstanden die folgenden vier Fotos mit dem ersten digitalen Fotoapparat.   

Bild  29:  Rollfähig mit Puffer aus Ms-Guss von Fa. Panier.

 

Bild  30:  Der Wagenkasten ertrug geduldig mein ungübtes Vorgehen. Ausbesserungen mit sehr harter Spachtelmasse entspannte meine Arbeitslage nur unwesentlich. Aber der Tw wurde was. Die Gütertram durfte das Modell schon mal auf mich zuschieben, während ich mein Auge dicht am Gleis hatte.


Bild  31: Auf der H0-Anlage zeigt sich, auf welche Dimensionen man sich einlässt mit dem Maßstab 1:45. Dabei ist das ja "nur" ein Schmalspurtriebwagen.


Bild  32:  Auf dem Brett über der H0-Anlage war schon was von Spur 0 versammelt. Rivarosis BR 80 war mein Einstiegsmodell und dient hier dem Größenvergleich. Es gab nur dieses Brett mit zwei parallelen Gleisen und vier Weichen von Peco in Spur 0. Spur-0e-Gleise hatte ich noch nicht, aber im Kopf drehte sich alles um den Einbau einer dritten Schiene für ein Dreischienengleis und das durchgängig auch im Weichenbereich. Ich habe es nicht gemacht. Stattdessen später meinen Spur-0-Bestand verkauft. Der Bahnhof von Badenweiler bestimmte mein Tun. Siehe Seite 04.


Bild  33:  Zurück nach Ahrensburg. Es läuft ein der 4-achsige Triebwagen (Tw) mit gleichfarbigen Anhänger. Ein uriges Modell mit offenem Durchgang in Wagenmitte, gebaut aus MT-Teilen.

Die Weichen werden mit Messing-Rohr und Draht vom Anlagenrand bewegt.

 

Bild  34: Der offene Wagendurchgang im Mittelteil des vierachsigen Tws.


Bild  35: 


Bild 36:  Den anderen Endbahnhof St. Ormarnsloe haben inzwischen beide Tws erreicht.


Bild  37:  Das eingleisige Lokschuppengleis dem Bahnhof gegenüber ist noch für Dampflokbetrieb eingerichtet.


Bild  38: Auf dem Hafengleis.

 

Bild  39:  Hart an der Kaimauer. Im Hintergrund Mitte zeigt sich der Bahnhof Voßloch mit seinem Turm.


Bild  40: Diese MT-Diesellok hätte ich gern. Aber das klappte nicht. Dafür gibt es dieses Foto.


Ab April 2010 kam der große Umbau. Bahnräumer, Elektromotoren, Bremswiderstände und ein Scherenstromabnehmer veränderten den Triebwagen.


Bild  41: Ein Gummifaden hält den Stromabnehmer in Fahrposition.


Bild  42:  Die Gussholme des Sommerfeldt-Stromabnehmers wurden schmaler gefeilt. Die oberen Drähte hätte ich gern von 1 mm auf 0,8 mm gebracht, es dann aber doch gelassen. Es erforderte zuviel Zeit.

 

Bild  43:  Auch die Sonnenblende über dem Führerstandsfenster ist in die Lackierung mit einbezogen.


Bild  44:  Hier eine Lösung für den Einsatz von Bronzedraht als Rückstellfeder für den Mittelpuffer. Der Federdraht wurde aus Platzgründen zu einer Schleife gebogen und durch die am Wagenboden eingeklebte Messingöse geführt. Der Mittelpuffer kann nach links und rechts Ausschwenken, federt aber stets in die Mittellage zurück.


Bild  45: Als totaler Anfänger bin ich im Vergleich zum grünen Triebwagen komplizierter vorgegangen beim Zerlegen und Nutzen der Wagenkästen. Für das Dach brauchte ich hier eine Schraubverbindung und den Querholm vorne zum Aussteifen des Wagenkastens.


Bild  46:  Sein neues Zuhause. Dieser E-Tw hat die 1,8 mm großen Glühlampen.

 

Bild  47:  Bilder aus der Froschperspektive sind viel zu selten.


Bild  48:  Die Sonne scheint nicht nur auf die 0e-Remise, sondern auch auf die darunter liegende H0-Anlage.

 

Bild  49: Die Dachlandschaft des E-Triebwagens (E-Tws): abgedeckte Bremswiderstände und Trennschalter unter der Rundhaube, vom Führerstand aus zu bedienen.


Bild  50:  Drei Rivarossi Spur 0 D-Zugwagen gehörten auch zum Bestand.

 

Bild  51:  Der DWK-Triebwagen zeigt die beiden eingearbeiteten MT-Personenwagen und dient hier dem Größenvergleich zum E-Tw.


Bild  52: Auch bei der Rügenlok rechts sind MT-Produkte dabei.


Bild  53:  Der Payerbacher und der E-Tw.

 

Bild  54:  Ohne Worte.


Und auf St. Ormarns als E-Tw mit Batteriebetrieb war er dann auch wieder im Einsatz..


Bild 55: Der E-Tw mit den neuen 0e-Pufferwagen für den Rollbockbetrieb, die ihren Ursprung als MT-Fahrzeuge nicht leugnen können. Hier, vor dem Wagenanstrich, sieht man deutlich die neuen Komponenten. 


Bild  56: Das war Ahrensburg im Keller von Horst Eissing. Siehe Seite 08.


und auf der AHW-Anlage in Harsum immer noch aktuell:

Bild  57:  Früher eine H0-Anlage. Mit größeren Bäumen und viel Gebüsch schaffte Martin eine besondere Spur-0-Idylle für seine Wald- und Feldbahn-Modelle.


Bild  58: Endlich kommt der Triebwagen mit Beleuchtung.


Bild  59: Die rissige Teerdecke der Kreisstrasse, der Bewuchs zwischen Strasse und Bahndamm und das Sandbett des Gleises sind für mich die Hingucker. Und wo ging Ihr Blick zuerst hin?


Bild  60: Und Tschüß und Goodbye Triebwagen.


Bild  61: Die AHW Feld- und Waldbahn-Anlage von Martin kennt noch ganz andere Selbstbau-Fahrzeuge als ausgerechnet meinen Triebwagen. Der Charme seiner Waldbahn-Fahrzeuge ist umwerfend und sind noch viel dichter an der Wirklichkeit. Wer würde da nicht gern mitfahren wollen?


Den Abschluss dieser Bildserie beendet die heimische 0e-Anlage.

 

 Bild  62: Hinter dem Schornstein rollt er an und legt sich in die Rechtskurve über dem Schreibtisch in willkommener Augenhöhe.

 

Bild  63: Die letzten drei Fotos entstanden im Stehen. Der Vollmer-H0-Lokschuppen direkt unter dem E-Tw war ein dreiständiger Ringlokschuppen, der nach guter Überlegung die heutige rechteckige Form erhielt.


Bild  64:  Ohne Worte


Bild  65: Alle 0e-Fahrzeuge auf diesem Foto sind modifizierte Fleischmann MT-Produkte. Es stimmt... der Bremsschlauch am Personenwagen ist schief. Das war am 2. Juli 2010. Jetzt ist er senkrecht und wir sind heute im Juni 2018. Wo ist nur die Zeit geblieben?

 

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                       Textergänzung zum Bild 12 am 09. Juni.            

 

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