Modellbau  Jürgense

    Ybbser Straßenbahn in H0e und  andere Spur-0e und -0m-Modelle

        Seite 09.2 Teil 2

   Bau von Modellen in H0e, 0e u. 0m 

                   Neu ab 2020: neue Seite 09.2 ab März 2020.

PS: Die Seite 09.1  "Modelle in H0e, 0e u. 0m" erhält Zuwachs mit dieser neuen Seite 09.2, Teil 2.

               Neu in 2020:   Pos 2 zeigt 14 neue Fotos mit Text

                                     Inhaltsangabe:

Pos.  1: "0e-Doppellok V30 MT" 0e. Ein Freelance-Modell in Anlehnung an die V 30 der KOK. Neues Bild 05 zeigt V-30-Mt fast fertig. 

Pos.  2: 0m-2-Achs-Anhänger für den 0m-DWK-Triebwagen. 14 Fotos.

Pos.  3: 0m-Vier-Achs-Anhänger für d. 0m-DWK-Triebwagen (Seite 07).

Pos.  4: 0e-Vier-Achs-Anhänger Rügen mit Link zum Film.

 

 Pos.  1: "0e-Doppellok V30 MT"

                         Neu ab 2020: Bild 05 zum 1.1.2020

Mitten in der Herbstbastelei 2019 gab es einen Schwenk zum Ätzbausatz der KOK V30 in Spur 0e ( Kreisbahn Osterode-Kreiensen ), der schon einige Zeit unbeachtet im Regal liegt. Mit gemischten Gefühlen strich ich über die 0,5 mm dicken tadellos geätzten DIN A4 großen sechs Messingplatten. Als Antrieb war vorgesehen eine Roco-H0-E150 mit ca. stimmigen Achsabstand der beiden äüßeren Drehgestell-Radsätze.

Wollte ich da wirklich ran?  Ich war mir nicht sicher.                 Hintergrund der Spekulation war die Tatsache, dass die vier auf Rollböcken abgesetzten Normalspurgüterwagen von der zweiachsigen Fleischmann-Magic-Train (MT) - Diesellok mit Pufferbohlen auf der 0e-Anlage Badenweiler (siehe Seite 04) nicht gezogen wurden und noch mehr Ballast in die kleine Lok wurde von der Betriebsleitung verweigert. In meinem Bestand gab es vier hellgraue MT-Dieselloks mit Namen LoLo. Diese sind als Antriebsspender für die Müllheim-Badenweiler- Lokalbahn-Trams vorgesehen. Davon zwei Loks abzweigen? Da müsste doch was gehen?                                                                                                            Was sich dann am Küchentisch entwickelte, war -angenommen- das Ergebnis eines Gespräches zwischen dem Betriebsleiter und dem "Lokschlosserlehrling" im 4. Lehrjahr. Er möge doch bitte mit den zwei abgestellten zweiachsigen Dieselloks im Schuppen 3 das Konzept einer Doppellok entwickeln mit stärkerer Motorisierung und einem mittigen geräumigen Führerhaus. Der Lehrling baute ein Modell aus Fleischmann MT-Teilen....Wochen später ging ich - der Lehrling - mit dem Modell zu den AHW-Freunden in Harsum, um auf den kleinen Radien von Martins Spur 0e-Feld- und Waldbahnanlage das motorlose Laufverhalten im Schiebebetrieb zu ergründen.

Vier Fotos zeigen erste Ergebnisse. Und bitte, dieses Modell hat kein direktes Vorbild. Seien Sie gnädig mit dem Lehrling und der wünscht viel Freude, wenn Sie denn mitkommen möchten.

Bild 01:  Ein erster Blick auf das so wichtige Gelenk einer Doppellok. Rechts die erste Pufferbohle für den Rollbockbetrieb. Waagerechte 5 mm hohe weiße Streifen an den Gehäusen zeigen den Raumgewinn nach oben. Das Führerhaus lag ruhig auf der Lok, wackelte und verkantete nicht bei starken Schienenstößen und bestätigte die richtige Lage der Drehgelenke, egal, ob gezogen oder geschoben. Die Spannung bleibt dennoch bestehen über das Laufverhalten, wenn die Kraft beider Antriebe über die eigenen Räder auf die Schiene übertragen wird. Leider ist es noch nicht so weit.


Bild 02:  Es sieht fasst nach einer Vollbremsung des Traktorfahrers aus. Ob vor Schreck über dieses Ungetüm auf Schienen lassen wir mal im Raum stehen. Senkrechte weiße Streifen in Mittenlage der "Karosserie" verbreitern die Lok samt Führerstand entscheidend und lassen die kleine 0e-Fleischmann-MT-Diesellok fast vergessen.


Bild 03: Na ja. So gesehen, sieht die Lok ja gar nicht so hässlich aus. Das Unangenehme liegt eher darin, dass unsere Modelle zwei Enden haben und die zweite Pufferbohle entstehen muss.


Bild 04: Kraftvoll wirkt sie und viermal Klacken an Schienenstößen erfreut mein Ohr. Welcher Sounddecoder wird genutzt?  Reicht einer für beide Antriebe? Gute Fragen und es gibt noch keine Antwort. Die Farbe wird wohl oben rot mit weißer Zierlinie und unten panzergrau? Abwarten und mal horchen, was die Hobbyfreunde empfehlen. Die vier Rollbockwagen werden bestimmt gezogen. Nur Geduld.


Bild 05: Fast alle Details dran.

                                      Fortsetzung folgt.

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     Pos. 2:  0m-2-Achs-Anhänger für                       den DWK-Tw

Ein hochbeiniges Vorbild, meterspurig und 2-achsig mit drei Fensterpaaren fand sich mit dem Beiwagen BC 7 der Geilenkirchener Kreisbahnen. Dieser sollte die bisher zweiteilige DWK-Triebwagen-Garnitur ( siehe Seite 07, Bilder 7, 9 und 10 ) ergänzen. Die noch mehrfach vorhandenen modernen Übersetzfenster  von den 4-Achsern     ( siehe die nächsten Position 3 und 4 ) boten sich an, den Willen der Betriebsleitung zur Verbesserung des äußeren Erscheinungsbildes des Wagenparks zu unterstreichen.

Ein Spur 0e-Fleischmann-Magic-Train-Personenwagen ( MT ) kam auf den Basteltisch. Das Fleischmann-Dach war zu kurz, der Wagenkasten passte zur 0m-Größe, während die Spurweite 0e bleiben musste. Die größeren 0m-Raddurchmesser gab es nicht, also ging die Anhebung des Wagenkastens nur durch das Auffüttern des MT-Fahrgestells. Da lag Neuland in der Luft und  versprach Spannung. Ein paar Fotos zeigen den Weg, den die Fertigung des Modells nahm.


Bild  01: Mit den Polystyrolprofilen wird das Basteln leicht gemacht. Das MT- Bühnengeländer verlor seine Rundungen und von der Innenseite optisch schlank gefeilt.


Bild  02: Zwei weiße Platten wurden auf das Fahrgestell gelegt und verklebt. In die obere Lage wurden im Plattformbereich die Bretterbohlen eingeritzt. Das U-Profil konnte stabil angeklebt werden.


Bild  03:  Die Trittstufenhalter sind aus Blumenbindedraht mit 0,68 mm Durchmesser. Dieses biegeweiche Material ist stabil genug für diese Aufgabe. Geklebt wurde mit Sekundenkleber. Eine umfunktionierte Holzwäscheklammer drückt. Die Arbeit war fummelig, aber erfolgreich.


Bild  04:  In der Spritzkabine liegt auf dem Gehäuse das Fahrgestell mit den kolorierten Trittstufen. Für verwittertes Holz ist mattes Steingrau eine gute Wahl.


Bild  05: Dieses Bild dokumentiert des Bastlers Ungeduld. Die Spritzfolge ist einfach. Zunächst Außen wird die Farbe Beige aufgetragen. Dann wird das Beige mit zwei sich überdeckende Streifen Malerkrepp abgedeckt, um die obere und untere rote Kante gut und parallel zu gestalten und die Farbe Rot aufgetragen. Das lief so gut, dass auch noch der Innenraum mit Antrazit ausgespritzt werden sollte. Die Neugierde trieb an. Dazu wurde Malerkrepp  von Außen dicht angerieben.... Aushärten sollte jeder Farbauftrag 24 Stunden, so die Empfehlung. Beim sehr vorsichtigen Abziehen gingen trotzdem geringe Farbfelder rot und beige zum Malerkrepp, wie das Foto zeigt.


Bild  06: Nun zum Dach. Im Bestand gab es dickes Balsaholz, das links und rechts stumpf und rechtwinklig ans gekürzte Dach zu kleben war. Die Idee, mit halben Zahnstochern und Bastelkleber für Kinder eine stabile Verbindung zu schaffen, klappte famos. Mit Hilfe des kleinen Eisenklotzes wurden die Zahnstocher ins weiche Balsaholz gedrückt und mit dem Kleber auf der Innenseite des Dachteils eingesuppt.


Bild  07: Die neue Dachlänge passte. Die Dachenden formte eine mittelgrobe Feile.


Bild  08: Eine simple Schablone half bei der Formgebung.


Bild  09:  Viele überstehende Holzteile spanfrei mit dem Bastelmesser entfernt. Im Eifer des Gefechts wurde das Dach zu kurz. Die gekröpften Griffstangen von den Plattformen ragten in den Himmel. Was soll das denn?


Bild  10:  Am Dach des Payerbachers ( siehe Seite 13 ) gab es Übung zur Dachverbreiterung mittels der Kibri Betonfarbe. Als Unterlage ist eine Siliconbeschichtung die erste Wahl. Zwei Flacheisen drücken das Dach an. Zunächst wurden die zu großen Eckradien korregiert. Spachtel und Fön helfen, den Prozess zu verkürzen. Für die gesamte Dachlänge reichte es aber nicht. Es musste für die Länge richtig gekleckert werden. Das folgende Bild spricht für sich.


Bild  11: Die Beton- oder Asphaltfarbe ist stabil, deckt sehr gut und ist trocken wie nass gut zu schleifen. Übergänge vom Kunststoff zum Balsaholz sind stufenlos und bei gutem Fleiß mit mehreren Schleifgängen nicht mehr erkennbar.


Bild  12: Stellprobe mit zu kurzem Dach auf der Heimanlage. Die Wagenstirnseite wurde ganz in Rot gestrichen. Die Harzer Schmalspurwagen waren da das Vorbild.


Bild  13:  Die Dreier-Garnitur auf der Heimanlage.


Bild  14: und auf der NuSSA am Samstag, 7. März 2020 auf der gleichen Anlage, auf der der Payerbacher seinen Einstand gibt. Das Dach wurde später nachgedunkelt. Die leicht nach Außen gekröpften Griffstangen haben Dachkontakt. Es fehlt Flugrost an Rädern und Fahrgestell. Fertig ist das Modell nicht.

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           Pos. 3: 0m-Vier-Achs-Anhänger für                     den DWK-Triebwagen

Die nächsten vier Bilder zeigen, warum ich noch nicht vom Waggonbau loslassen konnte. Es betrifft meinen ersten 4-achsigen 0e-Anhänger, gebaut aus zwei MT-Waggons im Sept. 2008. Für die Abmessungen des Wagenkastens gab es damals Hilfe aus dem Buch über die meterspurige EPG. Siehe auch Seite 07, 0m-DWK-Triebwagen.

Der Anhänger sollte jetzt größenrichtig zum 0m-Triebwagen passen. Sein Manko: Er hat acht vorbildwidrige Fenster, was mich damals nicht störte. Für mich waren wichtig die richtige Plattformlänge, Wagenkastenabmessungen, die Trittstufenhöhe über SOK und der Drehgestellachsabstand.

Und nun hatte ich die 6-fenstrigen gefrästen Seitenwände für die Rügenwagen. Da besteht doch für die 1:45-Betriebsleitung der Lokalbahn in Sachen Modernisierung des Wagenparks Handlungsbedarf.

 

Bild 01:  Hier sehen wir meinen Lieblingswagen mit den acht Fenstern im Bahnhof Voßloch. (Siehe Seite 08 auf dieser Homepage und Seite 14 ab Bild 22 bis 24).

Bild 02:  Und hier wartet er am anderen Endbahnhof in St. Ormarns auf den nächsten Einsatz. Der Bremsschlauch ist schief, was schnell zu richten war. Aber für die 8 Fenster "braut" sich Jahre später der Umbau zusammen.

Bild 03:  Zurück auf der Heimanlage Badenweiler (Seite 04) mit dem Blick auf die Wagenseite, gezogen vom VT 136 (Seite 05).

Bild 04:  Leicht gealterte Plattform und Rostflug.

Bild 05:  Das Suchen hat sich gelohnt. Das erste Foto vom Tw-Anhänger datiert vom 8. Sept. 2008. Unverkennbar zwei Magic- Train Wagen. Wegen der verlängerten Plattformen gab es im Dach die Lücke, die gefüllt wurde mit einem Zwischenstück vom 3. Dach. Der sichtbare weiße Polystyrol-U-Träger verstärkt den Wagenkasten durchgehend ohne Spannwerk. Vorbild waren Anhänger von der EPG-Bahn, siehe Hinweis auf Seite 07.

Bild 06:  Gesagt, getan. Der Anhänger war dank der angeschraubten Plattformen schnell zerlegt. Die etwas längere sechs-fenstrige Seitenwand davor gelegt, ließ im Geiste den Waggon schon fertig erscheinen...Geduld ist gefragt.

Bild 07:  Der Wagenkasten hatte die maßstäbliche Breite und würde durch das einfache Aufkleben der neuen Seitenwände um 3 mm breiter werden und das konnte ich nicht zulassen.

Bild 08: Sägebrett und Laubsäge galt es , so intelligent oder besser so geschickt wie möglich zu nutzen. 3 mm müssen raus, auch vom Dach.

Bild 09:  Klar, die Stirnseiten sind auch betroffen. An dieser ist das besonders gut gelungen. Im Gegensatz zum schmaleren Rügenwagen bleibt die Eingangstür bei der 0m-Breite mittig.

Bild 10:  Na ja. Jeder fängt mal an. Hauptsache durch! Hier war mehr Feilarbeit zu leisten.

Bild 11: Alle Sägekanten sind geglättet und mehrfach zusammengefügt, um zu sehen, ob die Maße stimmen und alles im Lot ist. An Stellen, wo es Durchblick gibt oder auch nicht, werden kleine Polystyrolplatten geklebt, um die Wagenhälften dauerhaft zusammen zu halten.                                                                         Als gelegentlicher Motivator dient der Rügenwagen.

Bild 12:  Der Wagen ist fertig. So schnell kann es gehen und welch ein Zugewinn. Für den Seitenanstrich musste der Farbton der Plattformen getroffen werden, denn diese waren sehr gut geraten und dezent gealtert. Das gelang nicht nur für diesen Anhänger, sondern auch für den DWK-Triebwagen. (Seite 07).

Das Bild zeigt, dass der Triebwagenanhänger deutlich höher liegt als der Rügenwagen. was der Maßstäblichkeit entspricht.

Danke, dass Sie mitgekommen sind und Freude an unserem Hobby miterlebt haben. Wenn Sie noch Lust haben, bitte zur Seite 07 gehen, Pos. 0,aktuell 2019, und Bild 10 angucken.

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Pos.4: 0e-Vier-Achs-Anhänger Rügen

Der Bau des 0e-Rügenwagens war die Folge der von Seite 11 ausgehenden Faszination. Das dort im Entstehen beschriebene Modell der Mansfelder Lok ist zwar noch lange nicht fertig, aber der Film über diese Lok mit ihrem Acht-Wagenzug am Anfang der Seite klicke ich immer wieder an. Der Link zum Film folgt hier, damit Sie bei Interesse nicht umblättern müssen:

       https://www.youtube.com/watch?v=M2oTjMpkpx4 

Nun wollte ich wissen, wie groß oder klein die Waggons eigentlich sind. Im großen Rügenbuch guckt jemand sitzender weise aus dem Fenster und das spricht im Vergleich zur Normalspur Bände. Sobald ich eine passende Figur im Maßstab 1:45 gefunden habe, ist ein Vergleichsfoto fällig. Es folgt nun der Bau des Rügenwagens.

Winterarbeiten 2018/2019:  Wie so oft in unserem Modellbahner-Leben, meldeten sich zu dieser Jahreszeit viele  interessante Baustellen an. Je kürzer die Tage, um so länger wurden die Träume- und Spekulierstunden, in die man sich gut verlieren und total entspannen kann. Also Schluss mit der Träumerei. Neugierde und Konzentration schafften es, aus der Vielzahl meiner Wünsche den Wunsch sichtbar zu machen, mit dem ich am liebsten anfangen wollte. Na endlich.

Es folgt das erste Bild vom fast fertigen Rügen-Waggon. Bei Interesse lesen Sie bitte weiter oder scrollen zu den folgenden Positionen.

Bild 01:  Der maßstäbliche 4-achsige Rügenwagen mit Übersetzfenster und entsprechender Farbgebung. Gebaut aus zwei Fleischmann Magic-Train Personenwagen, hingestellt auf die H0e-Anlage, die - wie Sie von Seite 03 wissen - bei mir im Bastelraum steht. Das Foto datiert vom 16. Dez. 2018.

Schuld am Bau dieses Waggons haben die Mansfelder Lok 5 von Seite 11 und der verlinkte Film gleich am Anfang dieser Position. Da fährt die Lok mit ihrem 8-Wagenzug durch die Winterlandschaft und es klacken die Räder beim "Überrennen" der Schienenstöße und die Lok bringt volle Leistung, so, wie es dem Lokführer sichtbar gefällt. Der Film zeigt aber auch, dass alle Personenwagen sächsischer Bauart sind mit genieteten Gurtbändern in Fliucht mit den Außenwänden des Wagenkastens. Diese Ausführung gefällt mir nicht, auch deshalb nicht, weil ich sie nicht nachbilden kann.

Das große Rügenbuch musste her. Auch brauchte ich Angaben zu den RAL-Farbtönen der Anhänger. Im Rügenbuch wurde ich fündig. Auf Seite xxx gibt es den Wagen yyy in Stirn- und Seitenansicht mit einer Stahlstabverstärkung des Wagenkastens direkt unter den eingerückten U-Trägern, die ich mit meinen Mitteln bauen konnte. Siehe Bild 02:

Bild 02:  Die Verstärkung des U-Trägers mit Stahlstäben wird hier sichtbar. Im Juli 2017 fing es an mit dem Wagenbau. Vier baugleiche Waggons, den signalbraunen Speisewagen und den Fahrradwagen dazu, gezogen von der Mansfelder Lok und das fertig zur NuSSA 2018. Ein tolles Vorhaben, ich war begeistert. Die Ernüchterung kam schnell. Der Bau der Plattformen mit Schwenktüren und den Seitenblechen war gute Knobelarbeit, aber das Fensterband fand keine Zustimmung. Lesen Sie bitte weiter unter Bild 03, so Sie mögen.

Bild 03:  Datum 27. Juli 2017. Auf dem Tisch liegt die Mansfelder Lok. Rechts steht auf dem mehrspurigen Testgleis der erste und einzige 0e-Rügenwagen mit dem eingesetzten weißen Fensterband aus 3 mal 0,5 mm dicken Polystyrolplatten (zum Einschieben der Fensterfolie von oben) und der ersten Plattform aus gleichem Material. Die Fensteröffnungen sind per Hand ausgeschnitten und konnten nicht überzeugen. Die Fensterwand zeigte Verwerfungen durch den lösungsmittelhaltigen Kleber, die ich nicht korregieren konnte. Und wie wollte ich die Übersetztfenster nachbilden. Das Projekt verschwand vom Tisch. Die NuSSA 2018 kam Anfang März. Auf zum Henke-Stand und der liebe Inhaber Herr Frank G. hatte was, geätzte Übersetzfenster mit Kippteil. Maße genommen und im Dezember 2018 waren sie da.

Bild 04:  Diese aus NS geätzten filigranen Übersetzfenster haben auf der Rückseite tatsächlich Anschlagkanten. Das Bild zeigt die Wirkung der schwarz gespritzen Rahmen auf dem fertig lackierten Wagen. Meine per Hand ausgeschnittenen Fensterbänder waren gegen diese gefrästen Fenster viel zu grob. Ein anderer Weg musste her. Bild 05 zeigt die Lösung.

Bild 05:  Vollflächige Seitenwände aus 1,5 mm dickem Polystyrol, genau gefräst und auf der Rückseite hinterfräst bis auf 0,5 mm Wanddicke für ca. 0,5 mm dicke Kunststofffensterscheiben hatte ich inzwischen bestellt. Der Wagenkasten wurde in Längsrichtung mit der Laubsäge geteilt und zuzüglich der 3mm ( zwei mal 1,5 mm neue Wanddicke ) auf die maßstäbliche Breite reduziert. Das Original-MT-Fensterband (auf dem Bild 8-teilig durch die beiden zusammengeklebten 4-fenstrigen MT-Wagen) wurde mit der Laubsäge entfernt.

Bild 06:  Die Plattform wurde gelötet. Die Pufferbohle aus Ms-U-Profil erhielt zwei Stifte aus Rundmessing, die in Richtung U-Profile des Wagenkasten zeigen. Dazu Flach- und Rundstäbe. Die Türscharniere werden gerade angelötet an vorher aufgezogene Rohrstücke. Die beiden U-Hauptträger sind Polystyrol-Profile, mit dem Wagenkasten verschraubt und durch Querstäbe versteift. Mit den Stiften wird die Plattform auf die am Ende zwischen den U-Profilen eingeklebten Querstücke aus Polystyrol in die eingebrachten Bohrungen eingeschoben bis diese die Stirnwand des Wagenkastens berührt. Die Lackierung der Stirnseiten des Wagenkastens wurde so recht bequem.

Bild 07:  Blick in den Wagenkasten. Die hintere Endwand links mit der asymmetrischen Eingangstür. Die Mittelwand gebildet aus den Stirnseiten der beiden Wagenkästen. Der seitliche Durchgang neben der Toilette grob eingesägt. Gegenüber der Toilette ist die Innenseite der aufgeklebten Außenwand mit der Hinterfräsung für die Fensterfolie zu sehen. Der Rückschnitt des originalen MT-Fensterbandes ist auf die Höhe des neuen Fensterbandes abgestimmt.

Bild 08:  Malerkrepp muss sehr gut angerieben werden, da die Trennkanten sonst zu unsauber werden. Das Beige ist gespritzt. Die obere Umlaufkante und der untere Bereich in Höhe der Fensterkanten sind frei zum Farbspritzen von moosgrün.

Bild 09:  Und dann wird es spannend, dass Abdeckband abzuziehen. Und?  Dann darf man sich schon mal selber loben.

Bild 10:   Der schmale Streifen beige unter dem Fensterband ist der letzte Farbgang. Nach 24 Stunden Trocknung der moosgrünen Farbe kann Malerkrepp fest angerieben werden. Aber zunächst muss der dünne Spalt per Hand abgeklebt werden, was fast ohne Mühe gelingt, da sich das Abklebeband immer wieder leicht abheben und anlegen lässt. Das untrügliche Auge hilft dabei, die Parallelität des Streifens auch zu erhalten. Dann erst das Band anreiben.

Bild 11:  Ein Wrasenabzug mit vorgebautem Trichter aus Duropur, angeschlossen an den Entlüftungsschacht des ehemaligen Heizöltankraumes. Gespritzt wird mit wasserlöslichen Farben. Nach dem Spritzen wird das Ende des oben zu sehenden Flexrohres abgezogen und der hellrote Schwamm in die Öffnung gesteckt. Die kalte Außenluft bleibt draußen.

Als letzten Farbauftrag werden nach dem vollflächigen Abkleben der Außen-und Stirnwände (siehe Bild 11) der Innenraum anthrazit und der Wagenboden seidenmatt schwarz gespritzt.

Bild 12:  Alle Komponenten liegen auf dem Basteltisch. Es fehlen die Drehgestelle. Das Dach wurde in ganzer Länge schmaler gefeilt und verlängert, wie die Klebepartien zeigen.

Ein schönes Abschlussbild. Von der Zeichnung bis zum vorzeigbaren Modell hat mich die Arbeit viel begeistert und wenig genervt. Danken möchte ich Herrn Frank G. von der Fa. Henke, Berlin, ohne dessen Können meine Bastelei nicht entstanden wäre und die vorher geschilderte Pos. 3 schon gar nicht.  

Bild 13:  Die Achslager und geklebten Drehgestelle sind von den 2-achsigen MT-Wagen. Es fehlen noch die Spiralfedern an den Drehgestellen und die Wagenübergangsführungen an den Plattformen. Aber ein Ziel wurde am 16. Dez. 2018 erreicht. Der Wagen kommt mit zur NuSSA 2019.

Und nun gibt es nur noch Zeit für den baldigen, jährlichen und familiären Weihnachtsbesuch. Aber mein Traum vom kompletten Rügenzug ist noch nicht vom Tisch. Es muss wohl doch erst die Lok fertig werden.

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Fortsetzung folgt.