Modellbau  Jürgense

    Ybbser Straßenbahn in H0e und  andere Spur-0e und -0m-Modelle

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          Doppellok Spur 0e V30 MT

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Mitten in der Herbstbastelei gab es einen Schwenk zum Ätzbausatz der KOK V30 in Spur 0e ( Kreisbahn Osterode-Kreiensen ), der schon einige Zeit unbeachtet im Regal liegt. Mit gemischten Gefühlen strich ich über die 0,5 mm dicken tadellos geätzten DIN A4 großen sechs Messingplatten. Als Antrieb war vorgesehen eine Roco-H0-E150 mit ca. stimmigen Achsabstand der beiden äüßeren Drehgestell-Radsätze.

Wollte ich da wirklich ran?  Ich war mir nicht sicher.                 Hintergrund der Spekulation war die Tatsache, dass die vier auf Rollböcken abgesetzten Normalspurgüterwagen von der zweiachsigen Fleischmann-Magic-Train (MT) - Diesellok mit Pufferbohlen auf der 0e-Anlage Badenweiler (siehe Seite 04) nicht gezogen wurden und noch mehr Ballast in die kleine Lok wurde von der Betriebsleitung verweigert. In meinem Bestand gab es vier hellgraue MT-Dieselloks mit Namen LoLo. Diese sind als Antriebsspender für die Müllheim-Badenweiler- Lokalbahn-Trams vorgesehen. Davon zwei Loks abzweigen? Da müsste doch was gehen?                                                                                                            Was sich dann am Küchentisch entwickelte, war -angenommen- das Ergebnis eines Gespräches zwischen dem Betriebsleiter und dem "Lokschlosserlehrling" im 4. Lehrjahr. Er möge doch bitte mit den zwei abgestellten zweiachsigen Dieselloks im Schuppen 3 das Konzept einer Doppellok entwickeln mit stärkerer Motorisierung und einem mittigen geräumigen Führerhaus. Der Lehrling baute ein Modell aus Fleischmann MT-Teilen....Wochen später ging ich - der Lehrling - mit dem Modell zu den AHW-Freunden in Harsum, um auf den kleinen Radien von Martins Spur 0e-Feld- und Waldbahnanlage das motorlose Laufverhalten im Schiebebetrieb zu ergründen.

Vier Fotos zeigen erste Ergebnisse. Und bitte, dieses Modell hat kein direktes Vorbild. Seien Sie gnädig mit dem Lehrling und der wünscht viel Freude, wenn Sie denn mitkommen möchten.

Bild 01:  Ein erster Blick auf das so wichtige Gelenk einer Doppellok. Rechts die erste Pufferbohle für den Rollbockbetrieb. Waagerechte 5 mm hohe weiße Streifen an den Gehäusen zeigen den Raumgewinn nach oben. Das Führerhaus lag ruhig auf der Lok, wackelte und verkantete nicht bei starken Schienenstößen und bestätigte die richtige Lage der Drehgelenke, egal, ob gezogen oder geschoben. Die Spannung bleibt dennoch bestehen über das Laufverhalten, wenn die Kraft beider Antriebe über die eigenen Räder auf die Schiene übertragen wird. Leider ist es noch nicht so weit.

Bild 02:  Es sieht fasst nach einer Vollbremsung des Traktorfahrers aus. Ob vor Schreck über dieses Ungetüm auf Schienen lassen wir mal im Raum stehen. Senkrechte weiße Streifen in Mittenlage der "Karosserie" verbreitern die Lok samt Führerstand entscheidend und lassen die kleine 0e-Fleischmann-MT-Diesellok fast vergessen.

Bild 03: Na ja. So gesehen, sieht die Lok ja gar nicht so hässlich aus. Das Unangenehme liegt eher darin, dass unsere Modelle zwei Enden haben und die zweite Pufferbohle entstehen muss.

Bild 04: Kraftvoll wirkt sie und viermal Klacken an Schienenstößen erfreut mein Ohr. Welcher Sounddecoder wird genutzt?  Reicht einer für beide Antriebe? Gute Fragen und es gibt noch keine Antwort. Die Farbe wird wohl oben rot mit weißer Zierlinie und unten panzergrau? Abwarten und mal horchen, was die Hobbyfreunde empfehlen. Die vier Rollbockwagen werden bestimmt gezogen. Nur Geduld.

Fortsetzung folgt.